Autoversicherung Prozente

Rabatte in der Autoversicherung

Wer in Zusammenhang mit seiner Autoversicherung über Prozente spricht, meint meist den Schadenfreiheitsrabatt. Den gibt es in der Kraftfahrt-Haftpflichtversicherung und in der Vollkaskoversicherung. Der Beitrag für Pkw, Motorräder, Campingfahrzeuge und einige andere Fahrzeugklassen richtet sich in diesen Versicherungszweigen nach der Zahl der schadenfreien Jahre. Die Tabelle mit der Rabattstaffel kann sich von Versicherer zu Versicherer unterscheiden, üblich ist zum Beispiel für Pkw ein günstigster Beitragssatz von 30 % (also 70 % Rabatt), der in der Haftpflichtversicherung nach 22 Jahren und in der Vollkaskoversicherung nach 18 Jahren ohne Unfall erreicht wird.

Vorsicht mit Rabattschutz-Verträgen beim Versichererwechsel

Viele Autoversicherer bieten ihren Kunden einen besonderen Schutz, damit sie ihren Rabatt trotz eines Schadens nicht verlieren. Wer seinen Rabatt auf diese Weise gerettet hat, muss beim Wechsel des Versicherers besonders aufpassen. Die neue Autoversicherung übernimmt die Prozente in aller Regel nicht, sondern geht bei der Beitragsberechnung vom tatsächlichen Schadenverlauf aus. Gleiches gilt auch bei anderen Sondereinstufungen, zum Beispiel in günstigen Tarifen für Fahranfänger.

Vollkasko oder Teilkasko

KFZ Versicherung

Die Teilkasko-Versicherung kennt keine Schadenfreiheitsklassen. Deshalb unser Tipp: Fahren Sie langjährig unfallfrei, vergleichen Sie die Beiträge zwischen Voll- und Teilkasko. Wegen des hohen Schadenfreiheitsrabatts ist die Vollkaskoversicherung für Sie vermutlich kaum teurer, bietet Ihnen aber umfassenden Versicherungsschutz auch für selbst verschuldete Unfälle und Vandalismus an Ihrem Fahrzeug.

Rabatte für geringeres Risiko

In der Autoversicherung kann man Prozente aber auch für besonders günstige Risikoverhältnisse bekommen. Einige wenige Versicherer bieten bereits so genannte Telematik-Tarife, bei denen eine kleine Box im Fahrzeug Informationen über das Fahrverhalten, die benutzten Straßentypen (z. B. Autobahn, Landstraße, Stadtverkehr) und die Uhrzeit der Fahrt aufzeichnet. Daraus berechnet der Versicherer einen Index, der angibt, wie risikoreich die Fahrten sind. Für Fahrten mit geringem Risiko gibt es bis zu 30 % Nachlass.

Durchgesetzt hat sich diese moderne Variante, so genannte Pay-how-you-drive-Tarife, aber noch nicht. Die meisten Versicherer ermitteln deshalb den Beitrag nach einfacheren Merkmalen wie Fahrerkreis (nur Sie selbst, oder auch Partner, Kinder und andere Nutzer des Autos), Kfz Kilometerleistung und Abstellplatz (Garage, Carport oder öffentliche Straße). Prüfen Sie, ob Sie diese Merkmale beim Vertragsabschluss richtig angegeben haben und ob noch alles aktuell ist. Fahren Sie mittlerweile weniger Kilometer oder haben die Kinder ein eigenes Auto, lässt sich viel Geld sparen. Aber Achtung - Lügen haben auch bei den Tarifmerkmalen kurze Beine. Im Schadenfall wird der Versicherer prüfen, ob das Fahrzeug richtig versichert ist. Wenn etwas nicht stimmt, stehen Sie zwar nicht ohne Versicherungsschutz da, aber die Bedingungen sehen meist eine Vertragsstrafe vor, zum Beispiel eine Selbstbeteiligung in Höhe eines Jahresbeitrags.

Individuelle Rabatte aushandeln

Die Konkurrenz auf dem Autoversicherungsmarkt ist hart. Zwar ist die Autoversicherung für die Versicherer nicht besonders ertragreich, viele Versicherer schreiben sogar Verluste, aber der Autoversicherung folgt meist weiteres Geschäft. Deshalb sind die Anbieter bereit, guten Kunden individuelle Rabatte einzuräumen, die in keinem Tarif zu finden sind. Oft haben die Vermittler Rabattvollmachten, oder sie können für Ihre Kunden beim Versicherer anfragen.

Unser Tipp: Achten Sie bei Versicherungsvergleichen nicht nur auf den Preis, sondern auch auf den Leistungsumfang. Das gilt besonders für die Kaskoversicherung, denn im Kasko-Schadenfall geht es um Ihr eigenes Auto. In der Haftpflichtversicherung ist der Leistungsumfang, auf den Ihr Unfallgegner Anspruch hat, in weiten Teilen durch gesetzliche Bestimmungen geregelt. Aber auch hier gibt es Unterschiede in den Versicherungspaketen, zum Beispiel die Mallorca-Police, mit der die erweiterten Leistungen Ihrer Kraftfahrt-Haftpflichtversicherung auch für den Mietwagen im Auslandsurlaub gelten.

Haben Sie zum Beispiel in einem Autoversicherungsvergleich online ein auf den ersten Blick günstigeres Angebot mit für Sie akzeptablem Versicherungsumfang gefunden, fragen Sie Ihren derzeitigen Versicherer. Er gibt Ihnen sehr wahrscheinlich in der Autoversicherung Prozente, wenn Sie auch andere Verträge wie Hausrat- oder Haftpflichtversicherung haben und er Sie als Kunden behalten möchte.